Disease Management Programme

Durch strukturierte und kontinuierliche Behandlung soll die Prognose der Patienten mit diesen Erkrankungen im Hinblick auf Mortalität, Morbidität und Lebensqualität verbessert werden. Als Hausärzte koordinieren wir grundsätzlich diese Behandlungen und sind Ihre ersten Ansprechpartner, überweisen Sie zu entsprechenden Fachärzten oder auch in die Klinik, wenn dieses nötig ist. Die Behandlung umfasst eine qualitätvolle Arzneimitteltherapie, Patientenschulungen und im Bedarfsfalle Hausbesuche. Auch für die DMP-Behandlung bilden wir uns regelmäßig fort. Der Verlauf der Erkrankung und der Behandlung wird regelmäßig dokumentiert. 

Für folgende Erkrankungen existieren solche Programme:

Koronare Herzerkrankung

Seit 2004 können Pat. mit koronarer Herzerkrankung im Rahmen eines strukturierten Behandlungsprogramms (DMP) behandelt werden. Dadurch sollen Herzinfarkte vermieden und die Prognose der Patienten verbessert werden.


Diabetes mellitus

Es gibt zwei Typen der Zuckerkrankheit. Der Typ Eins tritt vor allem im Jugendalter auf und soll hier nicht näher besprochen werden. Diese Information wendet sich an Patienten mit dem sogenannten Typ Zwei, auch Erwachsenen- oder Altersdiabetes genannt, welcher meist erst nach dem 40. Lebensjahr auftritt und vor allem übergewichtige Menschen betrifft.

Bei ihnen liegt eine gestörte Ausschüttung von Insulin und ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf die Wirkung dieses Hormons vor. Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung eines Altersdiabetes ist Überernährung mit Fettleibigkeit. Außerdem spielt auch die erbliche Veranlagung eine Rolle.

Wichtig für die Behandlung ist die Reduktion des meist bestehende Übergewichtes durch regelmäßige körperliche Betätigung und das Einhalten einer Diät. Die richtige Zusammenstellung von Mahlzeiten kann in speziellen Schulungen oder mit Hilfe von Büchern erlernt werden. Für Menschen mit Diabetes ist es sehr wichtig, ihre Zuckerwerte zu prüfen.  Einmal pro Quartal sollte der HbA1-Wert, der den Blutzucker in den letzten Wochen widerspiegelt, bestimmt werden. Mindestens ebenso wichtig sind für Diabetiker aber auch regelmäßige Untersuchungen beim Arzt, um mögliche Komplikationen und Folgeschäden frühzeitig zu erfassen und behandeln zu können.  Genügen diese Maßnahmen nicht, kann die körpereigene Insulinproduktion durch Medikamente - sogenannte Antidiabetika - angeregt werden. Meist bekommt man den Altersdiabetes dadurch gut in den Griff. Sollten auch diese Medikamente zur Normalisierung des Blutzuckers nicht ausreichen, kann auch eine Insulinbehandlung in Frage kommen. Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung können Patienten mit Diabetes mellitus nach einem strukturierten Behandlungsprogramm mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen behandelt werden (Disease Management Programm: DMP). Diese strukturierten Behandlungsprogramme werden auch in unserer Praxis durchgeführt. Ärzte und Praxisteam bilden sich dafür regelmäßig fort.

Was kann man selbst zur Vorbeugung tun?
Durch Reduktion bzw. Normalisierung des Körpergewichts kann die Entwicklung einer Zuckerkrankheit oft vermieden werden.. Eine vernünftige Ernährung und regelmäßige sportliche Betätigung können beim Abnehmen helfen und führen zudem zu guten Blutzuckerwerten.


Asthma / Chronisch obstruktive Bronchitis

Asthma ist eine meist allergisch bedingte entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit einer Behinderung des Atemluftstroms in den Atemwegen (Obstruktion) einhergeht. Diese Behinderung des Luftstroms wird oft als Giemen und Pfeifen über den Lungen wahrgenommen und kann zu lebensbedrohlicher Luftnot führen. Bei Kindern ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung

Die chronisch-obstrukltive Bronchitis (COPD) ist eine chronische, meist fortschreitenden Erkrankung der Bronchien und Lunge, die durch Medikamente in ihrem Verlauf oft günstig beeinflusst werden kann. Rauchen ist die häufigste Ursache für diese Erkrankung. Durch eine strukturierte  Behandlung  (s.o.) werden Krankheitsverlauf und Lebensqualität der Patienten verbessert. Dabei werden die Patienten auch motiviert zur Verhaltensänderung inklusive Einstellung des Rauchens, zu Selbstmanagement der Erkrankung und körperlichem Training.

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